Buchtipp Neuerscheinung Max Goldt: „Räusper“. Diese Dialog-Grotesken schulen deinen absurden Humor für unsere Gegenwart.

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Buchtipp Max Goldt: Räusper. Comic-Skripts in Dramensatz

Ein Buchtipp für Freunde schneller, angenehm unaufdringlicher Kultur- und Sprachkritik, die unterhaltend indirekt erzieht. Und für Leute, die ein Lächeln über feine Grotesken dem Schenkelklopfer in der Regel vorziehen.

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Kritischer Humor, souveräner Duktus. Und ziemlich absurd.

Seit Jahrzehnten registriert Max Goldt in gegenwartsgesättigten Prosa-Miniaturen die vermeintlich kleineren Dinge der bundesdeutschen Alltagskultur, um sie mit kritischem Humor und souveränem Duktus zu würdigen. In seinem neuen Buch „Räusper“ legt er nun, wie es der zungenbrechende Untertitel ausdrückt, „Comic-Skripts in Dramensatz“ vor, die auf 170 Seiten deinen Sinn fürs Absurde und Surreale des Lebens schulen – und strapazieren.


Kaleidoskopisch treffen gesellschaftliche Gruppen und subkulturelle Einzeltypen aufeinander, privat, halb-privat, öffentlich, um zu reden, wie sie es nun einmal gewohnt sind. Max Goldt trifft diesen Ton, ohne auf platte Karikaturen zurückgreifen zu müssen, allenfalls auf kleinere Übertreibungen, die ein Plappern erst richtig kenntlich machen, das wir längst nicht mehr als solches wahrnehmen vor lauter Gewöhnung – und eigener Beteiligung.


Die Texte atmen Zeitgeist, und den Ort der Handlung, den kennen wir: Es ist unsere an Skurrilem nicht arme Heimat. Usancen unseres heutigen Lebens schimmern durch die Settings, die gesprochenen Worte, die Figuren und ihre Konstellationen. Als Darsteller des Gutbürgerlichen und Zeremonienmeister des kunstvoll Verschrobenen verdreht Max Goldt unsere Welt und Unterwelt zu fantastischer, kurzweiliger Lektüre.


Naja, manchmal ist er auch nur ein bisschen albern.


Bizarren Witz, gegen den der Leser wehrlos ist, entfaltet dabei auch das plötzlich geschehene, rhetorisch trittsichere Aufeinandertreffen von Hoch- und Fäkal- bzw. Salopp-Sprache, von wohltemperiertem, höflich gelassenem Plauderton einerseits und teils krassen Sujets und brutalen Handlungen andererseits.


Mehr zu Max Goldts neuem Buch findest du hier. (Affiliate Link)


Hinweis: Das Buch wurde mir auf meine Anfrage freundlicherweise vom Verlag vorab kostenlos zur Verfügung gestellt – vielen Dank dafür an die zuständigen Stellen!

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