Altersvorsorge-Musterdepot mit 3 ETFs: Wie ich als Anfänger ein Weltportfolio aufbaue

Altersvorsorge ist todlangweilig. Damit will ich nicht viel zu tun haben.

 

Weil ich aber klar über 30 Lenzen zähle, wird es höchste Zeit, mich mit langfristigem Vermögensaufbau abzuplagen. Um das Leid einzudämmen, habe ich als Anfänger ein Musterdepot aus 3 simplen Anlageprodukten – ETFs – entwickelt, mit dem ich zu geringen Kosten renditestark fürs Alter vorsorgen will.

 

Es handelt sich um ein sogenanntes passives ETF-Weltportfolio, angeregt durch Gerd Kommer, aber deutlich simpler als die meisten Versionen des großen Pioniers und auch etwas anders. Es soll eine optimale Mischung aus Einfachheit, Flexibilität, Risiko und Rendite darstellen.

Für die Umsetzung brauche ich wenig Zeit und, im Vergleich zu anderen Anlageformen, wenig Wissen.

 

Vielmehr: Willen, Gelassenheit und einen Anlagehorizont von mindestens 20 Jahren, besser 30 oder mehr.

 

Das Folgende ist als öffentlich zugängliche und an keine spezifische Person gerichtete Aussage über mein ETF-Portfolio zu verstehen, nicht als Anlageberatung. Es ist mir nach deutschem Recht nicht gestattet, Anlageberatung anzubieten. Ich zeige nur auf, wie ich mein Geld anlege und warum ich es so und nicht anders mache. Für die eigene Wertpapieranlage ist jeder selbst verantwortlich.

 

Diese Artikel-Serie ist das Resultat meiner Reflexionen und mehrjährigen Börsen-Erfahrung. Es ist mein Geldanlage-Glaubensbekenntnis.

 

Ich empfehle als ergänzende und grundlegende Lektüre zum Thema genau ein Buch:

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„Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs“ vom schon erwähnten Gerd Kommer.

Hier die einzelnen Artikel der ETF-Serie für Anfänger

Die Nummern zeigen die empfohlene Lese-Reihenfolge für Anfänger.

1. Was ist ein ETF und worin bestehen seine Vorteile? Was ist passives Investieren und warum ist es dem aktiven überlegen?

2. Aufbau, Strategie und Taktik meines ETF-Weltportfolios


3. Das Rebalancing des ETF-Portfolios

4. In was ich mein Geld nicht anlege und warum nicht


5. Wie viel solltest du sparen? Einige harte, unpopuläre Gedanken über Lebensstil und Glück. Und warum ich diese Artikelserie schreibe.

6. Der ETF-Buchtipp und weitere Infos über ETFs, Weltportfolios, Geld und Geldanlage allgemein


7. Logbuch meines ETF-Weltportfolios: Erste Erfahrungen eines Anfängers.

8. Entnahmeplan für die ETFs in der Rentenphase


Ich hoffe, die Serie hilft dir bei deinen Investment-Reflexionen

Ich würde mich freuen, wenn dir die Offenlegung meiner ETF-basierten Altersvorsorge dabei hilft, eigene Überlegungen anzustellen. Ich betrachte die Serie als den Kerninhalt von BuzzNews im Bereich der Geldanlage. Daher verweise ich von verschiedenen Artikeln aus immer wieder auf sie.

 

Darüber hinaus aktualisiere ich sie, sobald sich etwas ändert oder ich weitere Informationen ergänzen möchte. Falls sich an meinem Portfolio etwas grundlegend ändert - z. B. Ein Austausch der ETFs -, informiere ich darüber zusätzlich in einer kurzen News.

 

Ich habe schon viel positives Feedback zu den einzelnen Artikeln erhalten - schreib auch du mir gerne deine Meinung, idealerweise direkt unter den jeweiligen Artikel. Natürlich beantworte ich auch deine Fragen, soweit möglich, und versuche, deine Anregungen umzusetzen.

 

Die Serie soll ein lebendes Artikelgebilde sein, das sich ständig optimiert, ohne in der Länge auszuufern.

Die einzelnen Schritte bis zur Geldanlage

1. Schulden abbauen

Im Idealfall gibt es keine (Konsum-)Schulden. Wenn sie aber vorhanden sind, ist es praktisch immer besser, sie abzubauen, bevor man mit dem Investieren beginnt.

 

Wer Aktien kauft, obwohl er ein Darlehen abzahlen muss, kauft die Aktien auf Kredit, egal wofür er das Darlehen eigentlich aufgenommen hat, und das verbiete ich mir. Was mental oft zwei Konten sind, ist ökonomisch eines.

 

Schuldenabbau ist in der Regel eine sichere Rendite in ordentlicher Höhe, nämlich der des Kreditzinses. Jeder Euro, den ich zur Tilgung verwende und auf den ich daher keine Zinsen mehr zahlen muss, ist genauso zu betrachten wie ein investierter Euro, auf den ich absolut sicher Zinsen in derselben Höhe bekomme.

 

Renditen am Aktienmarkt sind dagegen langfristig hoch, aber kurz- und mittelfristig (und auch langfristig) definitiv nicht absolut sicher.

2. Sichere Liquiditätsreserve aufbauen

Notfall-Geld: 6 durchschnittliche Monatsausgaben

 

Außerdem: Festgeplante Konsum-Ausgaben für das nächste Jahr. Wenn eine Immobilie vorhanden ist, muss die Frist ggf. länger gewählt werden, um die in der Regel teureren Blöcke rechtzeitig einzubeziehen. Das Gleiche gilt natürlich für außergewöhnlich hohe Konsumkäufe. Im Fall eines monatlichen Sparplans müssen die Beträge ggf. nach oben angepasst werden. Wer nur ein- oder zweimal jährlich investiert und somit unterjährig Sparsummen ansammelt, kann evtl. weniger nehmen.

 

Das kommt auf sichere Tagesgeld- und Giro-Konten.

3. Notwendige Versicherungen vernünftig abschließen

Haftpflicht (die braucht man immer, auch schon vor dem Schuldenabbau, trotzdem erwähne ich sie hier nochmal), evtl. Berufsunfähigkeit, die sehr viel Zeit und Hirnkraft beansprucht, und was der individuellen Späße mehr sind – da bin ich leider kein Experte.

 

Kaum etwas finde ich so langweilig wie Versicherungen und kaum einen Charaktermangel bedauere ich so sehr wie diesen.

4. Investieren

Wie geplant loslegen und durchhalten. Meine Version davon zeigt die Artikelserie.